Prof. Dr. Christoph Butterwegge

Universität zu Köln
Humanwissenschaftliche Fakultät - Politikwissenschaft

Veröffentlichungen

Hier finden Sie Veröffentlichungen von Prof. Dr. Christoph Butterwegge:

Kritik des Neoliberalismus

Keine andere Wirtschafts- und Gesellschaftstheorie beherrscht die Tagespolitik, aber
auch die Medienöffentlichkeit und das Alltagsbewusstsein von Millionen Menschen fast
auf der ganzen Welt so stark wie die neoliberale. Die vorliegende Publikation versteht
sich als kritische Einführung in den Neoliberalismus, skizziert seine ökonomischen
Grundlagen und stellt verschiedene Denkschulen vor. Anschließend werden die Folgen
neoliberaler Politik für Sozialstaat und Demokratie behandelt, etwa im Hinblick auf
Maßnahmen zur Privatisierung öffentlicher Unternehmen, staatlicher Aufgaben und
persönlicher Lebensrisiken. In einem aktuellen Schlussbeitrag werden die Folgen der
globalen Finanzkrise für den Neoliberalismus bzw. seine künftige Entwicklung beleuchtet
und die Frage gestellt, was nach ihm kommt.


 Buch:             310 Seiten.
 ISBN:             ISBN 978-3-531-20006-4
 Erschienen:    29.07.2016

Armut
Basiswissen Politik / Geschichte / Gesellschaft / Ökonomie

 Buch:             131 Seiten
 ISBN:             978-3-89438-625-2
 Erschienen:   27.10.2016

Halbzeitbilanz: Die 3. Große Koalition hat im Bereich der Armutsbekämpfung bisher versagt Bilanz zur Halbzeit: Die Polarisierung von Einkommen und Vermögen wird durch die aktuelle Regierungspraxis vorangetrieben Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbände und globalisierungskritische Netzwerke sind gefordert, mehr außerparlamentarischen Druck zu erzeugen, der die aktuell Regierenden zu tiefgreifenden Sozialreformen zwingt!

 

Kampf um die Armut
Von echten Nöten und neoliberalen Mythen

 Buch:              208 Seiten.
 ISBN:             978-3-86489-114-4
 Erschienen:    16.11.2015

Armes Deutschland

Es ist ein erbitterter Kampf ausgebrochen in Deutschland. Vordergründig geht es um Defnitionen und wissenschaftliche Methoden – tatsächlich aber um knallharte Interessenpolitik. Es ist die Armut in unserem Land, um die so verbissen gestritten wird. Je größer sie wird, umso hartnäckiger das Leugnen derer, die ihren Reichtum oder ihre Macht bedroht sehen und umso härter ihre Schläge gegen alle, die sich mit der sozialen Spaltung in Deutschland nicht abfinden wollen. Einige der prominentesten und renommiertesten Kritiker dieses neuen neoliberalen Mainstreams vereint dieser Band mit brillianten Analysen, entlarvenden Erzählungen und engagierten Plädoyers gegen Ausgrenzung und für eine Gesellschaft, die keinen zurücklässt.

Hartz IV und die Folgen
Auf dem Weg in eine andere Republik?

 Buch:              290 Seiten.
 ISBN:              978-3-7799-3234-5
 Erschienen:    08.01.2015  

 

Durch die Hartz-Reformen ist Deutschland zu einer anderen Republik geworden. Denn dieses Gesetzespaket hat nicht bloß das Armutsrisiko von (Langzeit-)Arbeitslosen und ihren Familien erhöht, sondern auch einschüchternd und disziplinierend gewirkt. Belegschaften, Betriebsräte und Gewerkschaften wurden unter Druck gesetzt, Lohn- und Gehaltseinbußen sowie schlechtere Arbeitsbedingungen zu akzeptieren. Ein ausufernder Niedriglohnsektor gehörte ebenso zu den Folgen wie gesellschaftliche Entsolidarisierungstendenzen und größere soziale Kälte.

»Hartz IV« ist europaweit die berühmteste Chiffre für den Abbau sozialer Leistungen und gilt hierzulande als tiefste Zäsur in der Wohlfahrtsstaatsentwicklung nach 1945: Zum ersten Mal wurde damit eine für Millionen Menschen in Deutschland existenziell wichtige Lohnersatzleistung, die Arbeitslosenhilfe, faktisch abgeschafft und durch eine bloße Fürsorgeleistung, das Arbeitslosengeld II, ersetzt. Aber mehr als das: Durch die Agenda 2010 des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder, die Hartz-Reformen und besonders das am 1. Januar 2005 in Kraft getretene Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ist Deutschland zu einer anderen Republik geworden. Denn dieses Gesetzespaket hat nicht bloß das Armutsrisiko von (Langzeit-)Erwerbslosen und ihren Familien spürbar erhöht, sondern auch einschüchternd und disziplinierend auf viele Beschäftigte gewirkt. Ein ausufernder Niedriglohnsektor, der fast ein Viertel aller Beschäftigten umfasste, gehörte ebenso zu den Folgen wie Entdemokratisierungstendenzen und größere soziale Kälte.

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Armut im Alter
Probleme und Perspektiven der sozialen Sicherung

393 Seiten, kartoniert, 14 x 21,3 cm
Ca. D 19,90 € · A 20,50 € · CH 28,90 Fr
ISBN 978-3-593-39752-8

Altersarmut ist ein Problem, das häufig mit der Alterung unserer Gesellschaft in
Verbindung gebracht wird. Die drohende Verarmung
von Millionen älteren Menschen in Deutschland ist aber vor allem
auf sinkende Reallöhne, den expansiven Niedriglohnsektor, entsprechende Reformen
des Arbeitsmarktes und  eine  falsche  Rentenpolitik  zurückzuführen:
Mit  der  Riester-Reform  und  weiteren  Maßnahmen
(Aussetzung der jährlichen Rentenanpassung, Beendigung der Beitragszahlungen
für Langzeitarbeits-lose  usw.)  wurde  das  für  den  Sozialstaat  grundlegende  Prinzip 
der  Lebensstandardsicherung  in  der Rentenversicherung aufgegeben.
Absehbare Folgen sind eine noch stärkere Polarisierung der Gesellschaft in Arm und Reich
sowie eine »Reseniorisierung« der Armut. In diesem Band geben Expertinnen  und  Experten
erstmals  einen  umfassenden  Überblick  über  die  aktuellen  Risiken,  Erscheinungs-
formen  und  Ursachen  von  Altersarmut  in  Deutschland. 
Darüber  hinaus  diskutieren  sie  ein  ganzes Bündel möglicher Maßnahmen
für eine gerechte und solidarische Alterssicherung.

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Krise und Zukunft des Sozialstaates


Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 5., überarb. u. erw. Auflage 2014.  
456 Seiten. Gebunden. EUR 24,95
ISBN 978-3-531-15851-8
 
Heute leugnet kaum noch jemand, dass sich der Sozialstaat in einer tiefen Krise befindet,  
aber ist es tatsächlich die Krise des Sozialstaates, oder wird dieser nur zum Hauptleid-
tragenden einer Entwicklung, deren Ursachen ganz woanders liegen? Um welche  
Sachfragen und Kontroversen es bei der Diskussion darüber geht, macht dieses Buch  
deutlich. Sein Verfasser stellt Zusammenhänge zwischen der Entwicklung des Welt-
marktes („Globalisierung“), dem demografischen Wandel sowie den Strategien von  
Parteien und gesellschaftlichen Interessengruppen her. Inhaltlich schlägt Butterwegge  
einen weiten Bogen von den Bismarck’schen Sozialreformen im 19. Jahrhundert über die  
Entwicklung des Wohlfahrtsstaates nach dem Zweiten Weltkrieg sowie seinen „Um-“ bzw.  
Abbau in der Gegenwart bis zu einer solidarischen Bürgerversicherung, die seiner  
Meinung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen vorzuziehen und am ehesten  
geeignet ist, das historische Projekt der Gewährleistung sozialer Sicherheit und Gerech-
tigkeit durch Staatsintervention fortzusetzen. Daneben werden konkrete Alternativen zur  
gegenwärtigen Arbeitsmarkt-, Wirtschafts-, Finanz-, Steuer- und Familienpolitik erörtert.

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Armut in einem reichen Land
Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird

2016, 4., akt. Aufl., kart.,  400 Seiten
D 24,90 € / A 25,60 / CH 35,90 Fr.*
ISBN 9783593506425

Armut in der reichen Bundesrepublik ist eine extreme Ausprägung sozialer Ungleichheit. Dennoch wird sie in der öffentlichen Debatte nicht ernst genommen. Christoph Butterwegge analysiert die gesellschaftlichen Hintergründe des Armutsproblems und die ideologischen Ursachen ihrer Verharmlosung.

"Armut in Deutschland" ist zuletzt aus einem Tabu- beinahe zu einem Top-Thema geworden. In Talkshows werden die Hartz-Gesetze, die Benachteiligung von Kindern und Familien, die Angst der Menschen vor einem sozialen Absturz, der Zerfall der Mittelschicht und die Folgen der globalen Finanzkrise sehr häufig erörtert. Man spricht jetzt zwar viel mehr über Armut, nimmt sie aber ebenso wenig als gesellschaftliches Kardinalproblem ernst wie in der Vergangenheit.

Christoph Butterwegge zeigt auf, dass in der wohlhabenden Bundesrepublik zunehmende Armut nicht konsequent bekämpft, sondern immer noch geleugnet, verharmlost und "ideologisch entsorgt" wird. So entlarvt der Autor anhand zahlreicher Beispiele jene Zerrbilder der Armut, die in Politik, Massenmedien und Wissenschaft dominieren und die Ideologie stützen (sollen), wonach "wirkliche" Not und "tatsächliches" Elend hierzulande verschwunden bzw. längst überwunden sind. Butterwegge beleuchtet die gesellschaftlichen Hintergründe der Armut und zeigt die Zusammenhänge auf, die in der Öffentlichkeit systematisch ausgeblendet werden.

Was getan werden müsste, damit sich die Kluft zwischen Arm und Reich wieder schließt, macht Butterwegge abschließend mit einem Ausblick auf mögliche Gegenstrategien in der Wirtschafts- und Sozialpolitik deutlich.

Das Buch ist im Buchhandel und beim Campus Verlag erhältlich.

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